In den letzten Wochen häufen sich die Meldungen von SEO-Teams, Website-Betreibern und Marketingverantwortlichen: Die Impressionen in der Google Search Console gehen zurück – während die Rankings in den organischen Suchergebnissen steigen.

Auf den ersten Blick wirkt das widersprüchlich. Wer genau hinsieht, erkennt aber: Es steckt System dahinter – und Du bist nicht allein. Dieses Phänomen betrifft Websites weltweit.
Neue Zählweise in der GSC: Top10 statt Top100?
Was ist passiert?
Weltweit beobachten wir eine Veränderung:
- Früher zählte die Search Console alle Rankings in den Top100 für die Berechnung der Impressionen.
- Jetzt scheint sie nur noch die Top10 zu berücksichtigen.
Das bedeutet: Wenn Deine Seite früher auf Platz 54 angezeigt wurde, zählte das als Impression – heute nicht mehr.
Für Dich als Seitenbetreiber ergibt sich folgendes Bild:
- Deine Positionen verbessern sich dank gezielter SEO-Maßnahmen.
- Die Impressionen sinken, weil viele Einblendungen nicht mehr gezählt werden.
- Die Klicks bleiben gleich oder gehen leicht zurück.
Dieses Phänomen betrifft übrigens nicht nur die Google Search Console, sondern auch viele SEO-Tools wie SISTRIX, Ahrefs oder SEMrush – sie orientieren sich an denselben Datenquellen.
„The Great Decoupling“: Mehr Sichtbarkeit, weniger Klicks
Parallel dazu sorgt seit Juni 2025 ein weiteres Phänomen für Aufsehen: „The Great Decoupling“.
Hier geht es nicht um Impressionen, sondern um das Verhältnis zwischen Impressionen und Klicks:
- Immer mehr Seiten werden in den Suchergebnissen angezeigt → mehr Sichtbarkeit
- Gleichzeitig sinkt die Zahl der Klicks → weniger Traffic

Der Grund: AI-Snippets und Zero-Click-Searches.
Google beantwortet immer mehr Suchanfragen direkt in den SERPs – häufig über KI-generierte Zusammenfassungen aus mehreren Quellen. Für den Nutzer praktisch, für Website-Betreiber herausfordernd:
- Weniger Klicks auf die eigene Seite, selbst bei Top-Rankings
- Mehr Sichtbarkeit, aber weniger direkten Traffic
- Nutzer erwarten nicht mehr automatisch einen Klick für Informationen
Google selbst sagt dazu:
„Weniger Klicks müssen nicht zu weniger Conversions führen.“
Was bedeutet das für Deine SEO-Strategie?
Die beiden Entwicklungen – neue Zählweise der Impressionen und „The Great Decoupling“ – zeigen eines klar: SEO ändert sich. Klassische KPIs wie Impressionen und Klicks verlieren an Aussagekraft.
Darauf solltest Du jetzt achten:
- Rankings richtig interpretieren
Nicht die Impressionen zählen, sondern stabile Positionen in den SERPs. - Conversions in den Fokus rücken
Leads, Kontaktanfragen, Newsletter-Abos – das sind die Werte, die wirklich zählen. - Content mit echtem Mehrwert erstellen
Gerade in einer Welt voller AI Snippets punkten Inhalte, die Probleme lösen, tiefer gehen und Vertrauen schaffen. - Direkte Kommunikation nutzen
Wenn weniger Nutzer klicken, musst Du auf andere Kanäle setzen: E-Mail-Marketing, Retargeting oder personalisierte Angebote bringen Deine Interessenten trotzdem ins Ziel.
SEO ist lebendig – nur anders
Die Entwicklungen rund um Impressionen, AI Snippets und Klickverhalten zeigen: SEO ist nicht tot – aber es erfordert ein Umdenken.
Der Weg vom Suchergebnis bis zur Anfrage verändert sich. Klicks sind nicht mehr der alleinige Maßstab. Umso wichtiger ist, dass Du Deine Strategie an den Dingen ausrichtest, die wirklich zählen: Deine Kundenkontakte.
Wenn Du wissen willst, wie sich diese Veränderungen konkret auf Deine Website auswirken und wie Du Deine SEO-Strategie optimal anpassen kannst, sprich uns an.
